29.07.2010
Nach Feststellung des Statistischen Landesamtes erhöhte sich im Juli 2010 der Verbraucherpreisindex für Baden-Württemberg gegenüber dem Vorjahresmonat um 1,3 Prozent auf einen Indexstand von 108,6. Damit nahm die Inflationsrate wieder leicht zu. Gegenüber dem Vormonat Juni stiegen die Verbraucherpreise um 0,2 Prozent an.
Ein Grund für die derzeitige Entwicklung der Verbraucherpreise sind die im Vergleich zum Juli 2009 deutlich gestiegenen Preise für Heizöl (28,0 Prozent) und Kraftstoffe (11,7 Prozent). Hierbei ist aber zu berücksichtigen, dass das Preisniveau dieser Energieträger im Juli 2009 als Folge der Finanz- und Wirtschaftskrise sehr moderat war.
Ohne Berücksichtigung von Heizöl und Kraftstoffe wäre der Verbraucherpreisindex im Vergleich zum Juli 2009 nur um 0,7 Prozent angestiegen. Bei den Kraftstoffen war der Preisanstieg für Diesel mit 15,0 Prozent am höchsten. Superbenzin stieg um 10,6 Prozent an und Normalbenzin um 11,3 Prozent.
Zugelegt hat auch der Strompreis (3,4 Prozent), währenddessen Gas (minus 8,2 Prozent) und Fernwärme (minus 8,9 Prozent) merklich günstiger wurden.
Nahrungsmittel stiegen im Vergleich zum Vorjahrespreis um 1,9 Prozent leicht überproportional an. Markanteste Entwicklung war hier der massive Preisanstieg für Butter um 34,8 Prozent.
Teurer wurde auch Gemüse mit 7,5 Prozent und Obst mit einem Plus von 4,4 Prozent, während die Preise für Brot und Getreideerzeugnisse ebenso wie Fleisch und Fleischwaren mit einem Minus von 0,2 Prozent leicht nachgaben. Die Ausgaben rund um das Wohnen (Mieten einschließlich Nebenkosten) stiegen um 1,2 Prozent. Spürbar zugelegt haben auch die Preise für elektrische Kleingeräte für den Haushalt (5,8 Prozent) sowie Zeitungen und Zeitschriften (3,4 Prozent).
Preisrückgänge gab es dagegen bei der Unterhaltungselektronik (minus 1,5 Prozent). Auch Übernachtungen in Baden-Württemberg (minus 1,5 Prozent) und Pauschalreisen (minus 2,0 Prozent) wurden günstiger.
Gegenüber dem Vormonat Juni gingen die Preise für Kraftstoffe um 1,4 Prozent zurück. Auch Bekleidung und Schuhe wurde günstiger (minus 3,5 Prozent). Die Preise für Pauschalreisen legten saisonbedingt um 13,9 Prozent zu.
Quelle: stuttgart-journal.de
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